In diesem Jahr stand die ganze Veranstaltung schon im Vorfeld unter einem guten Stern. Schon Wochen vorher hatten Thorsten und Roland das Bruchholz und Laub im Camp entfernt. Das Camp war also sehr gut vorbereitet und die Wettervorhersage für den Tag bestens. Unser Biwak konnten wir somit im kühleren Wald aufschlagen und für den Hexentanzplatz wurde der grüne Salon geschmückt.
Die angemeldeten Hexen und Teufel sollten schließlich standesgemäß feiern können.


Schon am Nachmittag wurden große Kisten mit Ausrüstung geschleppt, der Obelisk auf Hochglanz poliert und ein erster Soundcheck gemacht. Das geschah noch, bevor die Hexen nach und nach auf ihren geschmückten Besen eintrafen. In diesem Jahr gab es auch wieder neue und liebevoll ausstaffierte Kostüme zu bestaunen. Fast pünktlich begannen wir mit den Beltane-Ritualen, damit uns die guten Geister in dieser Nacht wohlgesonnen waren. Die bösen Geister vertrieben wir alleine schon mit unserem Gesang, und die guten Geister bescherten uns später eine warme und regenfreie Nacht.
Gedichte und Geschichten rundeten diesen Teil ab. Danach wanderten wir zum Festessen auf Barbarossas Hof um uns dort am Riesengrill für die kommenden Aktivitäten zu stärkten. Lilith unsere kleine, fliegende Hexe bewachte derweilen das Camp.


Bei Einbruch der Dämmerung und dem Eintreffen unserer Tanzlehrerin Michal, kehrten wir wieder in das Camp zurück. Mit altdeutschen, keltische und irischen Tänzen und der passenden Musik dazu bewegten wir uns immer geschmeidiger um den uralten Obelisken der da ganz zufällig auf dem Hexentanzplatz steht. Selbst die Teufel beherrschten noch ein paar der, wie sie meinten, „sehr komplizierten Schritte“ aus dem Vorjahr.

Um Mitternacht wurde dann der traditionelle, mit frischen Kräutern gebraute Hexentrank ausgeschenkt und die Heimschläfer verabschiedet. Die verbliebene lustige Schar feierte noch bis in die frühen Morgenstunden um dann hundemüde aber glücklich in die Schlafsäcke zu kriechen.


Der nächste Morgen bescherte uns nur zartes Vogelgezwitscher, ein willkommener Gegensatz zu den gnadenlosen Hühnern aus dem Vorjahr, die meinten uns „mitten in der Nacht“ wecken zu müssen. Kaltes Wasser bei der Morgentoilette und starker Kaffee mit Rührei und Fladenbrot weckte schnell wieder unsere Lebensgeister.


Die neuen Tische und Bänke liegen genau in der Morgensonne und so gab es ein ausgedehntes Frühstück mit angeregten Gesprächen. Gegen Mittag war das Camp wieder tadellos aufgeräumt und sämtliche Ausrüstung auf den Besen verstaut, sodass sich die Hexen- und Teufelsschar trennte konnte und sich auf eine erneute Zusammenkunft im nächsten Jahr freuen darf.
