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Das FGL Bushcamp 2026

Wie bereits in den vergangenen Jahren veranstalteten wir für den DAV-Landesverband NRW gemeinsam mit den Familiengruppenleitern und -leiterinnen unserer heimischen Sektionen ein spannendes Wochenende im Buchencamp.

Für dieses Wochenende waren erfreulicherweise deutlich gemäßigtere Temperaturen vorhergesagt als an den sehr heißen Wochenenden zuvor. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit war jedoch offenes Feuer untersagt, sodass wir unser Programm anpassen mussten. Anstelle der geplanten Survival-Elemente mit Feuer standen die Lehreinheiten „Lagerplatzsuche“ sowie „Grundlagen der Orientierung“ mit einer Einführung in die Arbeit mit Karte und Kompass auf dem Programm. Darüber hinaus sollte der sichere Umgang mit primitiven Waffen vermittelt werden. Geübt sollten das Schießen mit Pfeil und Bogen sowie Blasrohr, außerdem Axt- und Messerwerfen werden. Insgesamt waren wir an diesem Wochenende 20 Personen.

Für uns drei Funktioner – Thorsten (Koch), Gregor (Outdoor Trainer) und mich (Campleiter) – begann der Aufbau bereits am Freitagmittag. Gemeinsam transportierten wir die Ausrüstung ins Camp und konnten den Teilnehmenden um 18 Uhr ein bestens vorbereitetes Lager präsentieren.

Nach der Einweisung in die Nutzung der neuen Toilette wurden die notwendigsten Camp-Regeln erklärt, die Zelte und Hängematten aufgebaut und eingeräumt. Anschließend wurde gemeinsam zu Abend gegessen.

Thorsten hatte hierfür eine herzhafte, frisch gekochte Kartoffelsuppe zubereitet. Im Anschluss folgte der traditionelle Vortrag „Gefahren in deutschen Wäldern“.

Danach stand der restliche Tag bis zur Nachtruhe zur freien Verfügung.

Nach einem rustikalen Frühstück am Samstagmorgen begann Gregor mit dem Aufbau und der Vorbereitung der Übungsstationen. Ich führte in dieser Zeit die Lehreinheit „Lagerplatzsuche“ durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich äußerst aktiv und stellten viele interessante Fragen. Als ich mit dem Vortrag abgeschlossen hatte, hatte auch Gregor die Vorbereitungen beendet und ich konnte die Gruppe pünktlich an Gregor übergeben.

Als erstes gab es eine Einführung in die Schlangenkunde. Eine aus der Schlangenfarm mitgebrachte einjährige Ringelnatter war dafür das Studienobjekt. Um das Tier nicht unnötig zu stressen wurde dieser Teil kurz gehalten.
Weiter ging es mit den praktischen Übungen, die aus Sicherheitsgründen in einem anderen Teil des Waldes stattfanden. Bei der ersten Station wurde Blasrohrschießen geübt, wobei nur ein Element getroffen und viele Elemente nicht getroffen werden sollten. Das fertige Mittagessen unterbrach die Übung. Thorsten hatte diesmal Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Man brauchte gar nicht zu fragen ob es geschmeckt hatte, denn es wurde alles bis auf die letzte Nudel weggeputzt. Nach der Mittagspause ging es mit etwas Wildkräuterkunde weiter. Die weißfarbige, wilde Möhre mit ihrem täuschend echten Scheininsekt und das Johanniskraut wurden vorgeführt und erklärt. Dann ging es mit dem schon sehnsüchtig erwarteten, praktischen Teil weiter.

Das beliebte Bogenschießen stand als erstes auf dem Programm. Nach der Einweisung fand Pfeil für Pfeil sein Ziel. Später wurden noch Axt- und Messerwerfen erklärt und sich ebenfalls darin geübt. Die Scheiben füllten sich mit derben Kerben und Scharten und die Trefferrate wurde immer besser.

Pünktlich mit dem Durchlauf durch die letzte Station war auch das Abendessen fertig. Diesmal hatte unser Feldkoch Thorsten Chili sin Carne zubereitet. Auch dieses frisch zubereitete Essen wurde bis auf die letzte Bohne verputzt.

Nach den notwendigen Spül- und Aufräumarbeiten war bereits die Dämmerung eingetreten und die obligatorische Nachtwanderung konnte gestartet werden. Diesmal mussten zwölf versteckte Runen im benachbarten Wald gefunden werden. Einen lustigen Spiegel, der die Betrachter verzerrte, haben sie auch noch unterwegs gefunden. Mit ihren erbeuteten Trophäen kehrte das stolze Wanderteam kurz vor Mitternacht zurück und verschwand ziemlich schnell und hundemüde in den Zelten oder Hängematten.

Am Sonntagmorgen haben wir alle etwas länger geschlafen und begannen den Tag im Camp mit einem ausgedehnten Frühstück und viel Kaffee. Wie geplant wurden dabei fast alle Vorräte verbraucht. Da man mit vollem Bauch nicht direkt herumrennen soll, überprüfte ich nun das hängengebliebene Wissen aus dem Vortrag „Lagerplatzsuche“ und trug die Punkte auf den Laufzetteln der Kinder ein.
Die anschließende Auswertung ergab einen Punktegleichstand bei zwei Kindern und wir mussten leider durch Schnick-Schnack-Schnuck den Sieger ermitteln.
Ein großes Buch über Outdoortechniken war der Gewinn.

Bei der anschließenden Reflektionsrunde kam jeder zu Wort und konnte seine Impressionen oder Anregungen zu Verbesserungen wiedergeben. Nach einstimmiger Meinung nach war es wieder eine äußerst positiv gelungene Veranstaltung.

Roland Schulz
Familiengruppenleiter